Bauchtanz Auskunft Sibel Nefa

August / September / Oktober 2001 - Große O.T. Umfrage

Konzept, Auswertung und Diagramme von Helena Lehmann


Unter allen Teilnehmern der Umfrage (57) ergab sich folgende Altersabstufung.
Wir sind im BESTENALTER!


2 % aller Befragten gaben keine Altersangabe
6% aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 16 - 19 jährigen
16% aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 20 - 25 jährigen
18 % aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 26 - 30 jährigen
29 % und damit der größte Prozentteil aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 31 - 36 jährigen
18 % aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 36 - 40 jährigen
5 % aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe 41 - 45 jährigen
6 % aller Befragten befinden sich in der Altersgruppe der 45 - 50 jährigen

Diagramm 1

Das Gros der Interessentinnen und Aktiven für orientalischen Tanz liegt also im Alterssegment zwischen 20 und 40 Jahren.
Die meisten Interessentinnen (29%) für orientalischen Tanz liegen in der Gruppe der 31 - 36jährigen, die Anteile der 26 - 30 jährigen und der 36 - 40 jährigen sind gleich bei 18%. Fast ebenso stark mit 16% ist die Altersgruppe der 20 - 25 jährigen. Mit 6% liegen die ganz "jungen" (16 - 19 jährigen), gleich stark wie die "älteren Semester" der 45 - 50 jährigen. Sofort gefolgt (5%) von den 41 - 45 jährigen.

Folgende "Plazierungen" ergeben sich aus der Umfrage:

1. Platz (29%) Altersgruppe der 31 - 36jährigen,
2. Platz (18%) Altersgruppe der 26 - 30 jährigen und der 36 - 40 jährigen
3. Platz (16%) Altersgruppe der 20 - 25 jährigen
4. Platz (6%) Altersgruppe der 16 - 19 jährigen und 45 - 50 jährigen
5. Platz (5%) Altersgruppe der 41 - 45 jährigen.

Bei der Nennung der Familienverhältnisse wurde von zwei Personen keine Angabe gemacht.
Auffallend und wohl normal ist, das alle 16-19jährigen noch ledig sind.
Ab 20 - 25 Jahren ist jede 10. Frau schon verheiratet (wäre die Umfrage repräsentativ).
In der Altersgruppe der 26 - 30jährigen gibt es fast genauso viele verheiratete Frauen wie ledige, nur zwei nannten als Familienstand geschieden.
In der Altersgruppe der 31-36jährigen sind ebenso viele Frauen ledig wie verheiratet, die Nennung der Scheidungen bleibt gleich, wie in der Altersgruppe der 26 - 30jährigen.
Ab 36 - 40 Jahren nimmt die ledige Fraktion merklich ab, die meisten Frauen sind verheiratet, es gab allerdings in dieser Altersgruppe eine Enthaltung.
Im Bereich der 41 - 45jährigen gibt es keine ledigen Frauen mehr, wäre die Umfrage repräsentativ genug, könnte man behaupten das jede zweite Frau in diesem Alter geschieden ist.
Im Bereich der 45 -50jährigen erhöht sich der Anteil der verheirateten Frauen gegenüber der geschiedenen sogar, auf das Verhältnis 1:3.

Diagramm 2

Ergebnis - Familienstituation: Wir leben lieber allein!

Grob gesprochen setzt sich die Familienstituation der Befragten folgendermaßen zusammen:
Ledig sind 50%, also die Hälfte aller Befragten die orientalischen Tanz betreiben von Hobbytäzerin bis Profi oder Studiobesitzerin.
Verheiratet sind 39% aller Befragten
Geschieden sind "nur" 9% aller Befragten und 2% aller Befragten wollten hierüber keine Angaben machen.

Man kann also sagen das die Hälfte aller Frauen die orientalischen Tanz als Hobby bis zum Profi ausüben, schlicht und ergreifend Single ist - während immerhin 39% verheiratet und 9% geschieden sind.

Hier stellt sich die Frage ob Bauchtanz Scheidungen fördert, nicht mehr.
Die Statistik belegt zwar einen Überhang der ledigen Frauen, zeigt aber deutlich das 39% aller Befragten eine Ehe führen die wahrscheinlich schon vor der Aufnahme des Hobbys entstand.
Man könnte davon ausgehen das der Bauchtanz ein Singelleben fördert, aber auch einer offiziellen Partnerschaft mit kirchlichen und gesetzlichen Segen, nicht im Wege steht.

Diagramm 3


Diagramm 5

In dieser Statistik kann man erkennen in welchem Alter, die im orientalischen Tanz aktiven Frauen, Kinder haben.
Es gab in fast allen Segmenten Teilnehmerinnen die diese Frage nicht beantworten wollten.
In der Gruppe der 16 - 19jährigen sind alle die eine Wertung abgaben, kinderlos.
Ebenso in der Altersgruppe der 20 - 25jährigen.
In der Altersgruppe der 26-30jährigen werden Einzelkinder drei mal mehr angegeben, als zwei Kinder.
Die Angabe "keine Kinder" überwiegt auch hier noch überragend.
Auch hier, wie in den Gruppen zuvor, gab es Enthaltungen.
In der Gruppe der 31 - 36jährigen liegt der Anteil der Einzelkinder weit unter dem Durchschnitt.
Es gibt mehr als doppelt so viele Nennungen bei "zwei Kinder", während die Nennungen bei "keine Kinder" immer noch herausragt. Im Bereich der 36 - 40jährigen liegt die Kinderlosigkeit plötzlich weit unter dem Durchschnitt.
Es gibt sogar Angaben mit 3 Kindern (2x). Im Bereich der 41 - 45jährigen scheint es keine Kinderlosigkeit zu geben, dafür mehr Einzelkinder als zwei Kinder. Im Bereich der Frauen von 45 - 50 Jahren gibt es ebenso viele Frauen ohne Kinder, wie mit einem Kind. Zwei Nennungen gaben zwei Kinder an.

Diagramm 4

Ergebnisse: eigene Kinder - wir sind lieber kinderlos!
Bei der Gesamtheit der Nennungen nach Kindern ergibt sich folgendes Bild.

52% aller Befragten sind kinderlos (also über die Hälfte)
19% aller Befragten haben ein Kind
16% aller Befragten haben zwei Kinder
3 Kinder haben nur 4% aller Befragten
9% der Befragten wollten über ihre Kinder keine Angaben machen

Diagramm 7

PLZ Gebiet
Verteilung nach PLZ Gebiet
0....
3
1....
1
2....
3
3....
5
4....
14
5....
8
6....
7
7....
4
8....
8
9....
1
keine Angabe
1
Österreich
1
Schweiz
1


DIragramm 6

Ergebnisse Schulbildung: Wir sind ziemlich schlau!

In der orientalischen Tanzszene gibt es keine Frauen ohne einen Schulabschluß.

Nur (!!) 5% aller Befragten nannten Hauptschule als letzten Schulabschluß
28% aller Befragten gaben als Schulabschluß Mittlere Reife an
19% aller Befragten besitzen die Fachhochschulreife
30% aller Befragten haben Abitur
18% der Abiturientinnen besitzen dazu noch ein Studium

Diagramm 8

Ergebnis - im Haushalt lebende Personen - Zwei bis Vier Leute sind die Regel!

Hier gab es wieder 4% Enthaltungen zur Haushaltssituation.
21% aller Befragten leben in einem Single Haushalt - also alleine.
29% aller Befragten leben mit einem Partner oder einem Kind zusammen (2 Pers). Haushalt)
18% aller Befragten leben mit zwei Partnern oder einem Kind zusammen (3 Pers- Haushalt)
24% aller Befragten leben in der Idealvorstellung der deutschen Familie in einem 4 Personen Haushalt (wir nehmen an das es sich um die Eltern und zwei Kinder handelt)
Nur 4% aller Befragten leben in einem 5 Personen Haushalt (wahrscheinlich die Nennungen mit 3 Kindern oder es sind damit Eltern oder andere Verwandte gemeint)
Niemand hat mehr als 6 Pesonen im eigenen Haushalt leben.

Diagramm 9

Ergebnis - Personen im Haushalt unter 18 Jahren - wie sind lieber kinderlos!

Ohne Bezug auf die vorangegangenen Ergebnisse nehmen zu können (zu viele Enthaltungen von Anfang an, alleine für diese Frage das Rekordergebniss von 18% die keine Angaben machen wollten), kann man folgendes feststellen:


45% aller Befragten haben keine "Kinder", keine Person unter 18 Jahren im Haushalt leben.
21% aller Befragten haben immerhin eine Person unter 18 Jahren im Haushalt leben.
14% aller Befragten haben zwei Personen/Kinder unter 18 Jahren im Haushalt leben.
Nur 2% aller Befragten müssen 3 Kinder unter 18 Jahren versorgen.
Mehr als 4 Kindern hat keine Befragte zu versorgen.

(Interessant wäre dieses Ergebnis, weil es zeigen könnte, wieviel Personen noch versorgungsbedürftig, im Haushalt der Tänzerin leben. D.h. gibt es Personen die auch von den Einnahmen des Tanzes (allgemein gesprochen) mit ernährt werden.


Diagramm 10

Ergebnis Wohnsituation - Eigentum belastet! Wir mieten lieber!

Die überwältigende Mehrheit aller Tänzerinnen ist bekennende Mieterin einer Wohnung. (56%)
Ein eigenes Haus haben immerhin 23%, ein gemietetes Haus 12%, eine Eigentumswohnung besitzen nur 7%.


Diagramm 11

Ergebnis Tanzerfahrung - wir haben eine Menge Erfahrung....

19 Teilnehmer der Umfrage tanzen zwischen 5 und 10 Jahren
Gleichhoch, mit 13 Nennungen, liegen die Frauen mit 3 - 5 und mehr als 10 Jahren Tanzerfahrung.
8 Teilnehmer der Umfrage tanzen 1 - 3 Jahre, 4 Nennungen tanzen erst 1 Jahr.

Diagramm 12

Diagramm 13

Ergebnis - wo tanzen wir heute? Workshops, Privatunterricht und das Bauchtanz-Studio führen!
(Mehrfachnennungen waren möglich)

35% aller Befragten sind heute in einem Studio f. orientalischen Tanz aktiv und/oder nehmen noch Workshop Unterricht und/oder Privatunterricht.
12% sind ihrem Vhs Kurs weiterhin treu geblieben, allen Unkenrufen zum Trotz.
9% bilden sich bei sonstigen Anbietern von Kursen f. orientalischen Tanz weiter
8% nehmen Unterricht in einem Sportverein der Kurse im orientalischen Tanz anbietet.
1% hat keine Möglichkeit regelmäßig in einen Kurs oder ein Studio zu gehen.

Diagramm 14

Ergebnis - Wie viele Stunden pro Woche wenden wir für orientalischen Tanz auf ? Wir sind alle sehr aktiv!

Etwas mehr als ein Drittel alle Befragten wenden nicht mehr als 3 Stunden in der Woche für das Bauchtanztraining auf.
Dicht gefolgt von 28%, die 3 - 6 Stunden in der Woche für das Training aufwenden und 23% die bis zu 10 Stunden in der Woche trainieren oder unterrichten.
Über 10 Stunden wenden immerhin noch 16% aller Befragten für orientalischen Tanz auf.

Wenn man davon ausgeht das Schülerinnen mit einem Kurs pro Woche, vielleicht auf zwei Unterrichtseinheiten aufgeteilt, schon 3 - 6 Stunden verbrauchen, sind geschätzte 61% der abgegebenen Stimmen von Schülerinnen der Stufe Anfänger bis, Fortgeschritten, zum Teil mit einigen Auftritten in der Woche oder am Wochenende.
Bei 6 - 10 Stunden und über 10 Stunden ( 39%) kann man schon davon ausgehen das es sich hier um eine Studiobesitzerin / Dozentin handelt, die auch selbst unterrichtet, also auch ein höheres Trainingsniveau hat. Ebenso wie das Zusatztraining für Gruppenauftritte oder eigene Workshops.

Eine Unterteilung in den Zweck des Trainings wurde nicht abgefragt.


Diagramm 16

Ergebnis Frage nach eigenem Studio - wir sind lieber ungebunden in Sachen Unterricht!

83% aller Befragten (dazu zählen auch Anfängerinnen, die logischerweise noch kein Interesse an einem eigenen Studiobetrieb haben können) haben kein eigenes Studio.

17% aller Befragten haben einen eigenen Studiobetrieb mit Schülerinnen und Kursen.


Diagramm 17

Ergebnis - Wieviele Tänzerinnen unterrichten? Wir sind sehr aktiv in der Weitergabe des Könnens!

55%, also über die Hälfte aller Tänzerinnen (auch ohne Studiobindung) unterrichten.
45% unterrichten nicht (hier haben zwei Studiobesitzerinnen NEIN angegeben, wir gehen davon aus das es entweder ein Fehler war, oder das ein Studio schon so viele Dozentinnen, freie wie im Studiobetrieb eingegliederte, hat das man sich den "Luxus" erlauben kann Unterricht abzugeben).


Diagramm 18

Ergebnis - Wie lange besteht der eigene Unterricht ? Wir beginnen mit dem eigenen Unterricht zu früh!

55% alle Befragten Teilnehmer der Umfrage unterrichten selbst.

Von diesen Tänzerinnen haben 38%, also die absolute Mehrheit, nur 1 - 2 Jahre selbst Unterricht bekommen.
Jeweils 23% haben 3 - 4 Jahre oder mehr als 6 Jahre Unterricht, 16% haben 4 - 6 Jahre selbst Unterricht erhalten.

Man kann also davon ausgehen das die Hemmschwelle selbst zu unterrichten schon nach 1 - 2 Jahren überschritten wird und die Tänzerinnen, die man durchaus als Anfängerinnen oder Mittelklasse einstufen könnte, schon selbst ihr Wissen in Kursen anbieten. Die überwiegende Mehrheit der Tänzerinnen, insgesamt 62%, beginnt mit dem eigenen Unterricht erst nach mindestens 3 - 4 , oder mehr Jahren mit dem eigenen unterrichten.

Fraglich ist hier, inwieweit das Angebot der Ausbildung zur Lehrerin für orientalischen Tanz in den ersten beiden eigenen Unterrichtsjahren schon wahrgenommen werden kann / wurde, um selbstkritisch den eigenen Unterricht, besonders im Hinblick auf die gesundheitlichen Aspekte, zu hinterfragen / zu verbessern. Faktisch ist ein eigener Unterricht, auch für Anfängerklassen, nach nur 2 Jahren eigenem Unterrichtsniveau, viel zu früh. Fehler in der Führung der Unterrichtsklassen, falsche Erklärungen (nicht unbedingt aus Dummheit, aus Unwissen), mangelnde Kenntnisse über die Techniken, Tanzfiguren, kulturelle Hintergründe, geschichtliche Aspekte und mangelhaftes Grundwissen über körperliche bzw. gesundheitliche Bezüge werden die Regel sein.


Diagramm 26

Treten Sie vor Publikum mit orientalischen Tanzdarbietungen auf? - Ja und wie! UND es gab nicht eine Enthaltung!!!
(kommerzieller Hintergrund)

Tanzen müssen wir, tanzen und nochmals tanzen - sonst scheint die Welt unterzugehen. 86% aller Befragten tanzen und wollen tanzen vor Publikum. Nur 14% alle Befragten sind lichtscheu und treten nicht auf!

Wie wild sind wir auf den geheimnisvoll klingenden Künstlernamen?

Immerhin über die Hälfte aller Befragten hat sich einen "neuen" Namen zugelegt.
Auf diesen exotischen Zusatz verzichtet aber auch fast die Hälfte alle Befragten.
4% fanden diese Frage wohl zu intim und enthielten sich einer Entscheidung.


Diagramm 24

Diagramm 19

Ergebnis - Wo treten wir auf? Am liebsten tanzen wir auf privaten Feiern!

Von den 88% Befragten die selbst auftreten ergab sich folgende Lieblings Hitliste der "tanzbaren Events und Bühnen"
(Mehrfachnennungen waren möglich)


1. Platz 27% private Feiern
2. Platz 24% für Freunde
3. Platz 21% im Unterricht
4. Platz 15% im Restaurant
5. Platz 13% auf Veranstaltungen f. orientalischen Tanz (Shows, Messen)

Platz 1 + 2 - für Freunde/ private Feiern, ist wohl das Startbrett aller Tänzerinnen. Beide Nennungen dienen nicht unbedingt einem rein kommerziellen Zweck. Wir gehen davon aus das maximal 50% der Auftritte, die als "private Feiern" genannt wurden, auch wirklich gegen Bezahlung erfolgten. Der Auftritt "unter Freunden" könnte also zum Beginn einer Karriere als Tänzerin zählen, als erste Feuerprobe.

Im Unterricht zu tanzen (z.B. bei Unterrichts- oder Kursfeiern, als Abschlußfeier, als "Vortänzerin") ist der gleiche nicht-kommerzielle und nicht allzu öffentliche Schutzraum, in dessen Grenzen sich die ersten Erfahrungen mit Publikum machen lassen. 21% aller Befragten nannten diese Auftrittsmöglichkeit.

15%, also immerhin jede fünfte Tänzerin tritt in Restaurants auf, vor völlig fremden Publikum und für Entgelt. Fast ebenso hoch ist der Anteil der Frauen die auch auf Shows und Messen für orientalischen Tanz auftreten mit 13%. Wir gehen davon aus, das der Schritt sich einem Fachpublikum und "Kolleginnen" zu stellen, etwas mehr Mut erfordert, als im Restaurant vor Laien zu tanzen, daher der kleine Abbruch. Ebenso unterstellen wir ein Entgelt für die Tänzerinnen auf Shows und Messen.

Zwar liegen die Nennungen der privaten Feiern sehr hoch, doch kann hier ein rein kommerzieller Zweck nicht vorausgesetzt werden. Die meisten Tänzerinnen bewegen sich am liebsten in geschützten Räumen ( Freunde, Unterricht - inges. 45% ). 28% wagen auch den Schritt "nach draußen" in ein Restaurant oder auf eine Showbühne.


Diagramm 22

Ergebnis - Anzahl er eigenen Auftritte pro Monat - nur so wenig?????
Wir gehen hier davon aus das es sich bei allen Engagements um Mischformen aus kommerziellen und nicht-kommerziellen Auftritten handelt. Seltsamerweise gab es hier wieder eine Menge Enthaltungen, 15% (wieso eigentlich?). Eine Dame die bei der Frage "ich trete auf", Nein angab - ließ sich trotz ihres NEIN, erweichen und gab zu das sie einmal im Monat dann doch auftritt! (Seltsam, seltsam)

Kaum zu glauben aber wahr, fast jede zweite Tänzerin die bekennt auch auftreten zu wollen, tanzt nicht öfters als einmal im Monat vor Publikum (49%). Immerhin 21% haben 2 - 3 Auftritte im Monat, 13% sind an jedem Wochenende unterwegs, oder unter der Woche bei Auftritten. 2% aller Befragten sei eine gute Steuererklärung dringend angeraten, bei mehr als 5 Auftritten im Monat, muß eine alte Frau lange für stricken um auf diese Einnahmen zu kommen.

Also schafft es nur eine "besondere" Klasse von Tänzerinnen ständig "auf Achse" zu sein?


DIagramm 20

Von den 55% der Tänzerinnen die selbst Unterricht durchführen, verteilen sich die Gruppen die sie unterrichten wie folgt:
(Mehrfachnennungen waren möglich)
Anfänger und Anfänger mit Vorkenntnissen werden von allen unterrichtet
Ebenso Mittelstufe, obwohl es hier einige Nennungen gab die nur Anfänger unterrichten.
Ab der Mittelstufe wird es enger mit dem Unterricht - einige Dozentinnen sind vielleicht selbst noch nicht weiter als Mittelstufe, daher ein Abbruch von 25% bzw.24% auf 16% - die Fortgeschrittene unterrichten.
Masterclass wird wieder von weniger Dozentinnen unterrichtet, auch hier glauben wir das es vielleicht am eigenen "Wissens- und Könnensniveau" liegt, das nicht alle die Unterricht geben, auch Masterclass unterrichten.

55% aller Befragten der Umfrage unterrichten selbst.
Von diesen Tänzerinnen haben 38%, also die absolute Mehrheit, nur 1 - 2 Jahre selbst Unterricht bekommen.
50% der Frauen die unterrichten geben auf jedem Fall Anfängerunterricht. Somit ist die Aussage das die meisten Frauen sehr früh mit dem Unterricht beginnen zwar nicht entkräftet, stellt sich aber schwächer dar - da vor allem Anfänger unterrichtet werden. Trotz dem sollte nicht vergessen werden das gerade die Anfängerfehler die am schwierigsten zu behebenden sind, für spätere Dozentinnen und daß Fehlhaltungen oder gar Schmerzen, in den Anfängerjahren einer Schülerin, ihr nicht nur einen bleibenden körperlichen Schaden zufügen, ihr auch die Lust auf die ganze Tanzart nehmen können.


Diagramm 21

Ich unterrichte im.....
Ergebnis Wenn Unterricht gegeben wird, dann "Wo wird unterrichtet".....Privat und WS führen!

Hier eine Unterteilung der Unterrichtsstätten / Unterrichtsmöglichkeiten, der Frauen die selbst unterrichten. (Mehrfachnennungen waren möglich)

Spitzenreiter ist der Privatunterricht oder Workshop 40%
18% unterrichten in einem Studio, 12% haben sonstiges als Unterrichtsstätte angegeben.
10% unterrichten an der Volkshochschule und
3% unterrichten Bauchtanz im Hochschulsport oder an der Uni.
Jeweils 1% unterrichtet im Ausland, bei Grossveranstaltungen (Messen, Shows), im Fitness-Studio, FABI, AWO, in eigenen Räumen eines Vereins oder als Aushilfe und Vertretung.


Dies entspricht auch den Nennungen aller Teilnehmer, wo heute der Unterricht stattfindet - mit den Frauen die nicht unterrichten, also selbst Unterricht erhalten. Zur Erinnerung:
35% aller Befragten gaben an heute in einem Studio f. orientalischen Tanz aktiv zu sein und/oder nehmen noch Workshop Unterricht und/oder Privatunterricht.
12% sind ihrem Vhs Kurs weiterhin treu geblieben,


Diagramm 23

Wenn wir unterrichten, dann wieviele Stunden? Bloß nicht mehr als 6 Stunden in der Woche.

Hier wollten von den Unterrichtenden 3% keine Angaben machen.

38% unterrichten 1 - 3 Stunden in der Woche ihre Schülerinnen. Fast genauso viele Frauen, 35% unterrichten schon bis zu 6 Stunden. Bis zu 10 Stunden unterrichten nur noch 12% aller Befragten, und 10 bis 20 Stunden sind schon nur noch die Hälfte der Frauen die es auch bis zu 10 Stunden "tun". Mehr als 20 Stunden sind ebenfalls Ausnahmen und liegen auch bei 6%.

Schaut man auf die Verteilung der Kinder oder die Familiensituation, so ist verständlich das sich wenige Frauen mit 10 Stunden in der Woche (also täglich 2 Stunden) mit ihren Kursen und dem Tanz beschäftigen wollen. Die meisten Frauen die unterrichten und Kurse oder sogar ein Studio haben, sind verheiratet und haben Kinder. Partner und Kinder wollen und sollen nicht vernachlässigt werden. Nur ältere Personen, deren Kinder erwachsen sind, oder Personen die ledig und kinderlos sind, können sich den Luxus eines "Fulltime Bauchtanzjobs" leisten.


Diagramm 25

Wie groß ist die durchschnittliche Gruppengroesse Ihrer Unterrichtsgruppen? Wir gehen in die Vollen!

Wenn wir schon unterrichten, dann muß das knallen! Wir wollen volle Kurse, denn unter 5 Leuten macht das allen keinen Spaß. Erst ab 10 Leuten in einem Raum kommen wir richtig schön in Fahrt, da beschlagen Fenster und die Luft wird dick. Ab 10 Personen und mehr, haben wir erst das Gefühl das es so richtig funzt.

Mehr als die Hälfte aller Befragten haben Gruppen zwischen 5 und 10 Personen (52%). Immerhin 31% unterrichten schon Schulklassenstärken ab 10 und mehr Personen. Der persönlichere Unterricht ist eher eine Seltenheit bei 17%, die Gruppen bis zu maximal 5 Personen trainieren.


Diagramm 27

Was bzw. welche Leistungen bewerben Sie aktiv? Das wissen wir nicht so genau! Oder?

Tja, wenn wir das so genau wüßten. Denn die meisten haben zwar Auftritte, geben Unterricht, haben ein eigenes Studio und geben zu auf Shows und ähnlichen Veranstaltungen aufzutreten - aber Werbung? Nee, sowas machen wir nicht, wissen wir nicht wie wir zu unserem "Glück" kommen?!? Oder - wie geben es nicht zu! Oder - haben wir das nicht mehr nötig?

Bei dieser Frage verwunderte die Stimmabgabe am stärksten von allen bisherigen. Es wurden alle Stimmen ausgewertet die: Auftritte haben, auftreten, unterrichten, Studios betreiben, auf OT Veranstaltungen auftreten - all diese Tänzerinnen haben diese Frage nicht beantwortet. Warum - das wissen nur 27% aller derjenigen, die diese Frage nicht beantworteten. Auch wenn der "gute Ruf" und die Mundpropaganda schon so toll arbeitet, das man nicht mehr werben muß, ist schon das "nette miteinander plaudern" über den Aspekt "du ich trete auch auf" oder "ich unterrichte dich gerne", Werbung in eigener Sache.

Diejenigen die wissen welche eigenen Leistungen sie bewerben, haben folgendermaßen abgestimmt:
Auftritte und Unterricht liegen gleich hoch im Interesse mit 27%. Die eigene Veranstaltung / Show wird auch noch stärker beworben (8%) als das Studio (5%), wahrscheinlich aus der Grunde weil nicht so viele Showorganisatorinnen auch ein eigenes Studio besitzen, oder umgekehrt, man eher mal eine Show macht, als gleich ein Studio zu eröffnen. Die eigenen Veröffentlichungen wie Bücher, CD's, Medien (??) werden noch etwas stärker als das eigene Studio beworben (6%)

Man kann also sagen das es eine Schwemme an auftrittswütigen und unterrichtswilden Tänzerinnen gibt, von denen nur ein Bruchteil Lust hat, eine eigene Show zu veranstalten und zu bewerben. Da stimmen einen die vielen "sachlichen" Kritiken an größeren Veranstaltungen doch sehr nachdenklich, denn nur ein Bruchteil der aktiven Tänzerinnen kann mit einer solchen Erfahrung aufwarten, den Aufwand bemessen und schlicht und ergreifend "mitreden".


Diagramm 28

Welche Medien werden zur Werbung für das eigene Studio / Unterricht benutzt?

Die eigene Homepage ist das A und O der Werbung für den Unterricht/das Studio, 16% werben über die eigene Homepage. Visitenkarten und Flyer/Handzettel folgen dicht auf mit 15%. Gleich danach die verschiedensten Internet Rubriken, Veranstaltungskalender, Foren und andere Kalender in die man sich eintragen kann, auch ohne eigene Homepage (10%). Ungebrochen auch der Trend zu den kostenlosen Kostproben des eigenen Könnens mit 9%. Auf das schlichte Post Mailing setzten schon wieder 6% aller Befragten (Voraussetzung ist eine Adressdatenbank), die privaten Kleinanzeigen nutzen 7%. Regionale Anzeigenschaltung und Werbung auf dem eigenen Auto nutzen 4%, gleich danach kommen überregionale Anzeigen mit 3% (wahrscheinlich in den bekannten Szene-Medien). Auf Mundpropaganda und die Werbung über den Bildungsträger verlassen sich "nur" 2% aller Befragten. Ganz unbeliebt oder zu neu sind Werbe Emails oder die Bannerwerbung.

Diagramm 29

Rückläufe (in Gefühl und Prozent) der Werbung für das eigene Studio / Unterricht!

Auch in den Angaben zu den Rückläufen führt die Visitenkarte (16%) als bestes Mittel auf sich aufmerksam zu machen. Mailings per Post (vorausgesetzt man besitzt einen Adressenstand mit potentiellen Kunden) zeigt mit 14% ebenfalls Erfolg. Mit 12% erfolgreichen Erfahrungen gehen Flyer/Handzettel und private Kleinanzeigen gleich stark an den Start. Verwunderlich aber es wurde so angegeben, die überregionalen Anzeigen (11%) sollen wirklich verstärkt zum Engagement als Dozentin beitragen, wir gehen davon aus das es sich um Workshops handelt. Mit 7% Erfolgsaussichten taucht die eigene Homepage aus der Fülle von Möglichkeiten auf. Auf regionale Anzeigen und die bequeme Werbung durch den Bildungsträger (6%), verlassen sich ebenfalls einige Tänzerinnen mit nicht unbeachtlichem Erfolg. Plakate nutzen anscheinend genausoviel wie kostenfreie Werbeauftritte (4%) Schülerinnen oder ein Engagement als Dozentin zu erhalten. Werbung auf dem Auto, zugegeben schlecht zu messen, Bannerwerbung und Mundpropaganda sind die Schlußlichter die kaum Nachhall hinterlassen.

Fazit: Natürlich ist es schwer den Rücklauf aus der Werbemaßnahme zu messen, wer weiß wieviel Menschen das Auto, die Homepage sehen? Wer weiß schon wieviel sich das Plakat im vorbeigehen ansehen? Und wieso fragt von den werbenden Tänzerinnen niemand die Interessenten am Telefon, per Email höflichst und freundlichst wie man denn nun auf sie kommt? DAS ist die einfachste Art herauszubekommen, wie MAN auf MICH aufmerksam wird. Als Antwort auf die vielen verzweifelten Kommentare "weiß ich nicht", "schwer zu messen", "kann ich nicht sagen". Die niedliche Antwort "kann ich nicht sagen, das macht das Studio bei dem ich Unterricht gebe", in allen Ehren. Wenn man schon für die Werbung "den Kopf mithinhält", darf man auch ruhig mal fragen wieviele Leute das Mailing bekommen und wieviele davon sich für DEINEN Workshop melden! So kann man am sichersten den Rücklauf messen - macht euch einfache Strichlisten, wenn ihr Werbung schaltet.


Diagramm 30

Welche Werbung wird für die Auftritte benutzt?

Die Visitenkarte (20%) wohl in Verbindung mit dem kostenfreien Werbeauftritt (14%), führt ganz eindeutig. Die eigene Homepage wird sehr intensiv zur Eigenwerbung benutzt, sowie Flyer und Handzettel (10%). Mit 9% sind die privaten Kleinanzeigen ebenfalls recht beliebt. Für das Aufsetzen eines Post Mailings (6%) nehmen sich nicht mehr ganz so viele Tänzerinnen Zeit. 4% machen Werbung für sich auf dem eigenen Auto, 3% kleben Plakate, senden Werbe Emails und schalten regionale Anzeigen. Überregionale Anzeigen schalten nur 2%, noch weniger (1%) verlassen sich auf die Mundpropaganda und die Bannerwerbung.

Der Rücklauf wurde nicht aufgenommen da die Angaben zu gering waren (in der Anzahl der Nennungen).

Die Visitenkarte ist sich ein nützliches und leicht herzustellendes, zu transportierendes Ding - aber man kann sie nur verteilen, wenn man "Vorort" ist, den Menschen der einen immerhin das erste Mal engagiert hat, auch persönlich trifft und dort noch weitere Karten verteilen kann. Als "Erstaquise" fällt die Visitenkarte allerdings aus. Es sei denn man verteilt sie in der Fußgängerzone.

Flyer und Handzettel oder die Homepage können auch ohne den eigenen Auftritt "unters Volk" gebracht werden, können verteilt werden, wecken Interesse und fallen auf. Ein Mailing per Post setzt ebenfalls schon einen Erstkontakt mit dem Kunden voraus, fallen also bei Erstkontakt ebenfalls aus. Autowerbung, Plakate (nicht immer legal!) ist eine sichere Sache überall auf sich aufmerksam zu machen. Regionale Anzeigen sind ein sicheres Mittel "ins off" zu werben, ohne schon vorher einen Kontakt gehabt zu haben. Überregionale Anzeigen sind nur dann nützlich, wenn man auch die Absicht hat von München bis nach Hannover zu fahren, also von Organisatoren engagiert zu werden, Nicht von Privatpersonen. Wir gehen anhand der Nennungen davon aus das es nur schon "gesettelte" Tänzerinnen sind, die aktiv werben. Neue Tänzerinnen, ohne Kontakte oder gar Freunde, scheinen nicht zu werben oder verlassen sich auf die Solidarität anderer Tänzerinnen in die sie dann hineinwachsen.


Diagramm 21

Welche Werbung wird bei Shows / Events benutzt?

Plakate (12%), Internet Rubriken (11%) und Flyer/Handzettel (11%) sind die am häufigsten genannten Maßnahmen, wenn man eine Show plant. Zum ersten Mal und sehr erfolgreich (13%) wird die lokale oder Szene Presse benutzt, ebenso diverse Veranstaltungskalender genannt. 9% werben über die eigene Homepage oder verschicken Werbung als Mailing per Post. 8% schalten regionale Anzeigen, 6% werben auf dem Auto mit der Show oder schalten private Kleinanzeigen. 5% verlassen sich auf ihre Ausstrahlung bei kostenlosen Werbeauftritten. Mit 2% das breite Schlußlicht sind: Visitenkarten, Werbe Emails, Mundpropaganda, Anzeigen überregional und Bannerwerbung.

Der Rücklauf wurde nicht aufgenommen da sie Angaben zu gering waren (in der Anzahl der Nennungen).