Bauchtanz Auskunft Sibel Nefa

Juli/August 2000 - ist orient. Tanz Gesund?


Teilnehmerinnen: 26

Ist orientalischer Tanz gesund?

Ja 25 Nennungen
Nein 0 Nennungen
Keine Meinung 1 Nennung

Extra Feld:

  • Ja, aber mit Einschränkungen.
  • Ja, bei richtiger Anleitung und Korrektur jeder einzelnen Schülerin.
  • Ja, wenn er nach medizinischen Gesichtspunkten richtig ausgeführt wird.
  • Kommt auf die Art und Weise des Unterrichts an und wie die Dozentin ausgebildet ist!
  • Nur, wenn er körperschonend ausgeführt wird.
  • Der orientalische Tanz an sich ist weder gesund noch ungesund. Wie bei jedem Tanz und jeder Sportart kommt es auf das Maß und das Wie an.
  • Außer bei der Sultansbrücke.

Falls ja, warum?

13 Nennungen:

  • Ein guter seelischer Ausgleich der Freude und Selbstbewusstsein gibt.
  • Alle Muskeln des Körpers werden beansprucht, gestrafft und gestärkt.
  • Ermöglicht eine bessere Haltung.
  • Therapie für ein besseres Körpergefühl und Bewusstsein. Weg vom Werbefrauenbild.

9 Nennungen:

  • Bessere Beweglichkeit durch bessere und entkrampfte Muskulatur (Rücken & Nacken).

3 Nennungen:

  • Selbstwertgefühl durch gelungene Auftritte.

2 Nennungen:

  • Konditionstraining.
  • Koordination wird gefördert.

1 Nennung

  • Atmung wird verbessert.
  • Verbessert die Sauerstoffzufuhr in die Zellen.
  • Innere Organe werden sanft massiert.

Falls nein, warum nicht?

3 Nennungen:

  • Bei falscher Ausführung oder körperlichen Beschwerden, auf die keine Rücksicht genommen wird.

Zitate:

  • Bei falscher Haltung bzw. Ausführung Belastung der Wirbelsäule und der Kniegelenke. Ohne Aufwärmen kann es zu Muskelzerrungen kommen. Verkühlung vor oder nach dem Tanzen.
  • Wenn die Dozentin/der Dozent keine Ahnung vom menschlichen Körper hat. Eine gewisse Grundkenntnis in Anatomie sollte doch vorhanden sein um beispielsweise Haltungsschäden zu vermeiden.
  • Ich bin der Meinung, Orienttanz ist gesund, mein Chirurg sagt jedoch, meine Verschleißerscheinungen im Knie (mit 27 Jahren!!!) können davon kommen. (Shimmy, etc) Ich glaube eher, das liegt daran, dass ich in der Kindheit Leistungssport gemacht habe.
  • Kommt auf die Art und Weise des Unterrichts an und wie die Dozentin ausgebildet ist! Wenn die Dozentin z.B. für schon vorgeschädigte Lendenwirbel Übrungen macht die diese noch mehr schädigen (gerne genommen die berühmten Strech-Übungen, durchgedrückte Beine und versuchen die Füße zu berühren...) dann ist die eben nicht up to date und GEFÄHRLICH!
  • Durch Fehlhaltungen Fehlbeanspruchungen, diese können zu arthrosischen Veränderungen führen, Verletzungsgefahren durch unsachgemäßes Training, Verstärkung von falschen Mustern und daraus resultierende Schäden
  • Der OT ist in erster Linie Tanz, keine Physiotherapie. Sicher gibt es einige Bewegungen, welche die Wirbelsäule stark belasten, vor allem, wenn der Bewegungsansatz falsch ist (Hüftkreise im Hohlkreuz - brrr!) Bei richtiger Haltung überwiegen eindeutig die positiven Effekte.

Kann orientalischer Tanz eine Therapie sein?

Ja 25 Nennungen
Nein 0 Nennungen
Keine Meinung 1 Nennung

Was meinst du, kann man mit Hilfe des orientalischen Tanz therapieren?

11 Nennungen: Probleme mit der eigenen Figur (Körperbewusstsein)
9 Nennungen: fehlendes Selbstwertgefühl
4 Nennungen: Rückenschmerzen und Verspannungen allgemein.
Diverse psychische Probleme.
2 Nennungen: Hemmungen ablegen.
Monatsbeschwerden.
Depressionen.
Annehmen der eigenen Erotik & Sexualität.
1 Nennung: Minderwertigkeitsgefühle.
Negative seelische Erlebnisse.
Physische Probleme.
Verhaltensstörungen
Kreativität und Phantasie fördern.
Krankheiten seelischer Ursprung.
Disharmonie von Körper, Geist & Seele.
Haltungsschäden.
Eventuell Magersucht und Essstörungen.
Gestörter Gleichgewichtssinn.

Zitat:

  • Körperliche Einschränkungen und besonders psychische Dinge. Ich könnte mir gut vorstellen, dass für z.B. depressive Frauen der OT ganz neuen Lebensmut geben kann, oder Frauen, die eher ängstlich oder zurückhaltend sind, ermutigen, etwas für sich selbst zu tun - Stichwort gesunde Portion Egoismus.
  • Es gibt doch auch Tanztherapien an sich. Warum sollte der OT nicht auch dazugehören? Auf die Psyche wirkt er sich jedenfalls gut aus. Viele Frauen wissen zu berichten, dass sie ein neues Selbstwertgefühl erreicht haben, besonders nach der Mutterschaft oder sonstigen "Lebenskrisen"(ich hatte auch mal diverse davon, und ohne den OT wäre ich sicherlich gestorben.....).
  • Ich habe einige kräftigere Frauen im Kurs, die inzwischen sehr selbstbewusst mit
    ihren Proportionen umgehen. Auch zwei bislang eher schüchterne Frauen trauen sich inzwischen mal ihre Meinung zu sagen und ich hoffe, dass sich das auch auf andere Bereiche überträgt.
  • NUR WENN DIE LEITERIN EINE PSYCHOLOGISCHE / SOZIALPÄDAGOGISCHE oder ähnliche Ausbildung hat um Personen "aufzufangen" die diesen Tanz als Hilfe (Therapie) machen. !!! ANSONSTEN FINGER WEG! SAUGEFÄHRLICH! Als "Reiki" Meisterin oder selbsternannte "Tanz Therapeutin" ohne jegliches Backgroundwissen ist das SCHARLATANERIE !!!! UND Körperverletzung!
  • Vorausgesetzt der/die Dozent/In ist in der Lage (auf gesetzlicher Grundlage) zu therapieren. Es können Verbesserungen bei Insuffizienz, Arthrose, Rheuma, psychischen Störungen usw. erzielt werden.
  • Bestes Beispiel für die kolossale therapeutische Wirkung des OT ist meine Lehrerin Mila Kral: Nach einem schweren Unfall prophezeiten ihr die Ärzte, dass sie den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen würde, der gesamte Oberschenkel war zerschmettert. Wie sie uns erzählte, ist sie immer mit Krücken in den Unterricht gehumpelt und ohne Krücken dann nach Hause... Tja
  • und heute verdient sie ihren Lebensunterhalt mit dem Orientalischen Tanz
  • Aber sicher ist der Tanz keine Psychotherapie und ersetzt diese auch nicht, falls sie nötig ist.
  • Kommt drauf an was! Ne Schizophrenie kann man sicherlich NICHT therapieren!

Falls du unterrichtest, hast du Kenntnisse über Anatomie und Physiologie?

Ja 11 Nennungen.
Ein Wenig 9 Nennungen.
Nein 0 Nennungen.

Falls ja, wie hast du diese Kenntnisse erworben?

8 Nennungen: Fragen einer Fachperson (z.B. Arzt, Physiotherapeuten, Krankenschwester Heilpraktikerin).
7 Nennungen: Fachbücher über Anatomie und Physiologie.
6 Nennungen: Berufsausbildung & Weiterbildung.
4 Nennungen: Lehrerin im Unterricht.
Workshops bzw. Fortbildung im orientalischen Tanz. (z.B. "Oriental Dance Art" von Havva & Bassiema.)
2 Nennungen:

Eigene Ehrfahrungen.

1 Nennung: Schule.
Symposien.
Ausbildung zur lizenzierten Studioleiterin.
Artikel aus Zeitschriften oder dem Internet.
Ausbildung über Körperzeichnen.
Berufspraxis.

Hältst du es für notwendig min. anatomische/physiologische Grundkenntnisse zu besitzen um einen qualifizierten Unterricht bieten zu können.

26 Nennungen: Ja

Meinst du, dass man als Dozentin bei Gesunden "nichts" Falschmachen kann?

25 Nennungen: Nein
1 Nennung: Ja

Unterrichtest du Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen (z.B. Seniorinnen).

Ja 14 Nennungen.
Nein 3 Nennungen.
Unterrichte nicht: 9 Nennungen.

Unterrichtest du Kinder?

Ja 5 Nennungen.
Nein 12 Nennungen.
Unterrichte nicht: 8 Nennungen.

Beziehst du den Beckenboden bewusst in Tanz und Unterricht ein?

Ja 16 Nennungen.
Nein 2 Nennungen.
Unterrichte nicht: 7 Nennungen.

Können auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen orientalisch tanzen?

Ja 21 Nennungen.
Kommt darauf an 2 Nennungen.

Wie ist der neue Trend "Tribal Dancing", der ja eine veränderte Haltung zugrunde legt, gesundheitlich einzustufen?

13 Nennungen: Ich weis zu wenig darüber, was ist anders an der Haltung?
1 Nennung:
  • Gefährlich, wenn die nötige Rückenmuskulatur nicht stark ist.
  • Durch die aufrechte Haltung werden Rückenmuskeln aufgebaut.
  • Mir tut die Haltung nicht gut.
  • Bei Gesunden unter Vorbehalt unbedenklich.
  • Vorsicht bei Menschen mit Haltungsschäden, Lendenwirbel Problemen bzw. Bandscheibenschäden.
  • Das aufgerichtet sein gefällt mir rein optisch sehr gut.

Zitate:

  • Konditionstraining und ein gezieltes Aufwärmen ist ein absolutes "Muss" Körperhaltung muss ständig kontrolliert werden. Bei ungeübten und vorgeschädigten Personen können leicht Probleme mit der Wirbelsäule und den Hüften auftreten. Die veränderte Haltung stärkt aber auch die Muskulatur der Wirbelsäule und die Arme. Die Haltung wird im allgemeinen besser.
  • Nur nicht übertreiben mit dem Tanzen. Außerdem sollte man schon länger klassischen Unterricht gehabt haben