Bauchtanz Auskunft Sibel Nefa

Februar / März 2001 - Partner & Entwicklung


Teilnehmerinnen: 40

Wie steht dein Partner dazu, das du orientalischen Tanz machst?

14Nennungen
  • Wenn es mir dadurch gut geht freut er/sie sich auch.
  • Er/Sie ist absolut begeistert und hilft mir sogar.
6 Nennungen
  • Er/Sie hat es nicht so gern.
5 Nennungen
  • Es ist ihm/ihr egal.
1 Nennung
  • Ich habe momentan keinen Partner.

Kannst du das genauer ausführen?

Er lässt mir meine Hobbys und ich ihm seine. :-)

Er verbietet es mir, er sagt er wird sich scheiden lassen, wenn ich weiterhin auftrete. Seine leitende Stellung verbietet es mir mich halbnackt vor anderen Männern hinzustellen um zu tanzen.

Er unterstütz mich, kritisiert, gibt mir Ratschläge und liest sogar unsere "Szene" Zeitungen, kommt mit und beschäftigt sich auch damit.

Er unterstützt mich nicht und es interessiert ihn auch nicht, was mit dem Tanz zu tun hat.

Solange ich es in einer anderen Stadt mache, hat er nichts dagegen. Aber eigentlich nimmt er es mit Humor...

Mein Partner würde nicht unbedingt in der ganzen Welt herumprahlen das ich Bauchtänzerin bin. Ich glaube er weiß nicht so recht wie ernst er den OT
wirklich nehmen soll (so ganz offiziell). Er hält sich da lieber im Hintergrund. Vielleicht ist es ihm auch eine Spur peinlich (diese Glitzerkostüme und diese Musik und so) - was er aber nie zugeben würde. Er möchte mich ja nicht demotivieren.
Wenn ich von anderen gelobt werde, ist er aber sichtlich stolz.

Mein Partner findet den Tanz an sich schön. Da ich aber in letzter Zeit darüber nachdenke, auch öffentlich zu tanzen, findet er es nicht mehr so toll. Er sagt, ich solle nur für ihn tanzen und nicht für andere. Seiner Meinung nach (er ist Araber) tanzen anständige Frauen nicht öffentlich. Aber bei anderen Frauen sieht er schon gerne zu. :-) Nur ich darf das halt nicht.

Er profitiert von meinem besseren Körpergefühl - na wo wohl? Sonst findet er es okay, und ist bei Auftritten stolz.

Mein Freund ist ein begeisterter Hobbyfotograf und hat durch mein Hobby jede Menge Gelegenheit Fotos zuschießen. Außerdem geht er auf fast alle Auftritte mit und macht neben Fotos auch die Musiktechnik. Unsere ganze Tanzgruppe profitiert davon.

Es macht ihn natürlich sehr stolz u. er erzählt es gern, aber geht z.b. nicht mit zum Auftritt, weil er dann zu nervös ist. Ich nehme immer eine Freundin mit. Seine Meinung ist mir viel wert. Aber im großen u. ganzen ist es ihm egal, ob ich dieses "Hobby" habe, oder ob ich ein anderes hätte.

Mein Partner ist Araber und hat keine so gute Einstellung gegenüber Tänzerinnen. Er hat mich zwar mit dem Tanz kennen gelernt, aber das es für ihn ein so großes Problem ist kam erst mit der Zeit heraus. Und jetzt ist unserer Beziehung schon zu fest, als das ich meine Prioritäten auf den Tanz legen würde. Ich trete weniger auf, und wenn dann nur noch auf Orientalischen Veranstaltung, wo nur Menschen hinkommen, die sich dafür interessieren. Das ich Unterricht nehme ist nicht das Problem, sondern das ich Auftritte habe. Früher oder später werde ich ganz aufhören mit den Auftritten.

Er ist sehr stolz auf mich und wenn ich tanze übe ich eine noch stärkere Anziehungskraft auf ihn aus.

Er unterstützt mich in Administratorischen Dingen. Fährt mit mir zu WS auch in andere Länder, hilft mir bei Musikauswahl und Organisation. Berät mich bei Kostümwahl. Pflegt mit mir Kontakte in der Szene.

Er sieht mich gerne tanzen

Er sieht mich gerne tanzen, aber die Trainingszeit die ich investieren muß, abends Kurse oder am Wochenende Workshops das sieht er ungerne

Da mein alter Übungsraum (gehört dem Landkreis) umfunktioniert wurde und nicht mehr zur Verfügung steht, war es die Idee meines Mannes, die Ex-Werkstatt seines Vaters in einen Übungsraum für mich umzubauen.

Er belächelt es, nimmt es nicht richtig ernst.

Er brennt mir meine CDs, gestaltet meine Homepage & lernt jetzt Darbuka zu spielen...

Er nimmt Teil an meinen Interessen und beschäftigt sich auch mit meinen Problemstellungen. Das würde niemals was lächerlich gemacht. Im Gegenteil.

Ich akzeptiere auch sein Hobby, obwohl ich nicht selber Fußball spiele und freue mich, wenn er sich im Schlamm gewälzt hat, die Knie aufgeschlagen nach Hause kommt und völlig kaputt ist - aber glücklich. Außerdem weiß er, dass ich niemals aufs Tanzen verzichten könnte.

Ich habe schon getanzt, als wir uns kennerlernten. Er bedauert es, dass ich zuwenig kaufmännische Qualitäten habe. Deshalb habe ich nie - auch nicht in den Boom-Zeiten - Rücklagen gebildet.

In den Anfangszeiten nahm mein Mann den Tanz nicht ernst, dannstand er ihm negativ gegenüber (eifersüchtig). Inzwischen akzeptiert er den OT als einen wichtigen Teil meines Lebens.

Er begleitet mich zu allen Auftritten und brennt die CDs für meine Auftritte - ist somit mitbeschäftigt. Insgesamt habe ich weniger Zeit für ihn und die Familie. Auf der anderen Seite sieht er, dass es mir Spaß macht und gut tut, dass der Unterricht meinen Schülerinnen gefällt und das Publikum begeistert ist. Warum sollte er also etwas dagegen haben. Immerhin verdienen wir mit dem Orientalischen Tanz auch eine Menge Geld.

Wie möchtest du von deinen Partner unterstützt werden?

15 Nennungen
  • So wie es ist.
12 Nennungen
  • Begleitung zu Auftritten und Shows (auch helfen)
7 Nennungen

  • Ehrlich kritisieren.
  • "Mein Ding" tolerieren bzw. mich einfach machen lassen.
5 Nennungen

  • Verständnis (Stress, Problem, Aufwand)
  • Stolz auf mich sein. (Bewunderung)
4 Nennungen

  • Zu mir stehen und mich ernst nehmen.
  • Mit mehr Begeisterung mein Hobby teilen.
3 Nennungen
  • Sich aufrichtig für den OT interessieren.
  • Tipps bei Choreographien und Musik geben.
1 Nennung
  • Als Manager

Hast du deinen jetzigen Partner gehabt, bevor du mit orientalischem Tanz begonnen hast?

61,5%

der Teilnehmerinnen waren mit ihren Partner schon vor dem Tanzen zusammen.

38,5%

haben ihn erst kennen gelernt, als sie schon getanzt haben.

Hast du deinen Partner durch den orientalischen Tanz kennen gelernt?

36 Nennungen
  • Nein
2 Nennungen
  • Ja
1 Nennung
  • Ein Wenig

Kommentare:

Vielleicht nur noch besser!

Nein - und das will ich auch nicht. Ich finde es besser, einen Partner zu haben, der mit dem Ganzen nicht zu sehr eingebunden ist - als Ausgleich und um ab und zu auch mal was ganz anderes zu machen.
Ich habe Fälle gesehen, wo sich Tänzerinnen einen arabischen/türkischen Partner zugelegt haben, sozusagen als ultimatives Accessoire zum Tanz (ich weiß, das ist jetzt böse...). Und meist geht das nicht gut. So ein Orientale hat halt letztlich doch ein kulturell vorbelastetes Verhältnis zu Tänzerinnen.

Welche Entwicklungen der orientalischen Tanzszene der letzten Jahre findest du gut?

11 Nennungen
  • Die allgemeine Vielfalt.
10 Nennungen
  • Das Internet.
8 Nennungen
  • Der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des OT.
  • Seriöse und immer bessere Tänzerinnen/Lehrerinnen.
3 Nennungen
  • Schlechte Tänzerinnen verschwinden von der Bildfläche.
  • Mehr Behandlung des Gesundheitsaspektes.
  • Größere Kommunikationsbereitschaft der Tänzerinnen.
2 Nennungen
  • Professionellere Einstellungen.
  • Mehr Informationsquellen.
  • Der Bundesverband.
  • Orientalischer Tanz zur westlicher Popmusik.
1 Nennung
  • Tribal-Dance.
  • Messen.
  • Steigende Möglichkeiten.
  • Intensivwochen und Tanzreisen.

Zitat:

Bei den Tänzerinnen: "back to the roots" = Tanzen, um des Tanzes willen, nicht, um schnellstmöglich auf eine Bühne zu kommen oder als Nebenverdienst.

Welche Entwicklungen findest du schlecht?

10 Nennungen

  • Konkurrenzdenken teilweise bis zu Verleumdung, Neid oder Hass.
9 Nennungen

  • Viel unqualifizierte/schlechte Tänzerinnen und Lehrerinnen.
5 Nennungen

  • Die Richtung, die der Bundesverband eingeschlagen hat. (Klüngel)
3 Nennungen

  • Konkurrenzdruck.
  • Unprofessionalität.
  • Kommerzialisierung.
1 Nennung

  • Zu wenig Erotik.
  • Zu viel Erotik.
  • Zu wenig Kritik.
  • Abkehr von den Wurzeln.
  • Zu viele Choreographien.
  • Ausbildungsprojekte von unqualifizierten Lehrerinnen.
  • Keine Innovationen.
  • Schlechte Tänzerinnen im TV.
  • Fundamentalismus im Orient.

 

Was sind deine künstlerischen Ziele?

17 Nennungen

  • Mich auf allen Gebieten weiter zu verbessern. (weiterbilden)
7 Nennungen

  • Den OT zu mehr Anerkennung verhelfen.
6 Nennungen

  • Einfach Spaß haben und ihn vermitteln.
5 Nennungen

  • Auftreten (Bühne/Privat) und Anerkennung bekommen.
3 Nennungen
  • Meinen Tanz Perfektionieren.
2 Nennungen
  • Mein Wissen weiter geben.
  • Meinen eigenen Stil entwickeln und meine Ideen umsetzen.
  • Mehr Ausdruck zeigen.
  • Den "perfekten" Tanz zu schaffen.
  • Zufriedenheit.
1 Nennung

  • Auf den Halimafest tanzen.
  • Meisterin des Säbeltanz werden.
  • Ohne Choreographien tanzen.
  • Unterrichten.
  • Vor großem Publikum auf der Bühne stehen und im selbst entworfenem Kostüm zu einer eigenen Choreographie tanzen.