Bauchtanz Auskunft Sibel Nefa

Juni / Juli 2002 - Unsere Anfänge


Teilnehmerinnen: 33

Wie lange tanzt du?

9,44 Jahre im Durchschnitt

Die durchschnittliche Teilnehmerin dieser Umfrage hat 9,44 Jahre Tanzerfahrung im Orientalischen Tanz

Die Spannweiter der Angabe ging vom Bauchtanzkücken (1 Jahr) bis zur beachtlichen Erfahrung von 21 Tanzjahren.


Was war dein erstes Kostüm?

16 Nennungen
  • Selbst gemacht
14 Nennungen
  • Neu gekauft
1 Nennung
  • Gebraucht gekauft

Das erste Kostüm von 16 Teilnehmerinnen war selbst gemacht. 14 Teilnehmerinnen haben sich ihr erstes Kostüm neu gekauft.

2 Sachen fallen auf.

1. Das erste Kostüm gebraucht kaufen, tat nur eine einzige Tänzerin.
2. Je länger die Tänzerinnen schon tanzen, desto größer ist der Anteil, der Tänzerinnen, deren erstes Kostüm selbst gemacht worden ist.


Was haben die ersten Kostüme ca. gekostet?

Das Gebrauchte wurde zum Preis von 40 Euro erstanden.

193 Euro im Durchschnitt

Die Neuen haben im Schnitt 193 Euro gekostet. Wobei die Spanne sich zwischen 40 Euro bis zu 550 Euro bewegte.
550 Euro stellte aber auch eine absolute Ausnahme für ein erstes Kostüm da.


Besitz du es noch?

18 Nennungen
  • Ich besitze es noch
9 Nennungen
  • Ich besitze es nicht mehr

18 Teilnehmerinnen besitzen ihr erstes Kostüm noch, obwohl sie wohl schon viele andere Kostüme besitzen. 9 Teilnehmerinnen haben sich von ihrem ersten Kostüm getrennt.


Kannst du dich noch an dein erstes Auftrittslied erinnern?

Erstaunlicherweise können sich 25 Teilnehmerinnen noch an ihr erstes Auftrittslied erinnern.
5 Teilnehmerinnen können das nicht mehr.

  • Amayaguena
  • "Sahirnee" von George Abdo
  • Fahrhat Shabab
  • Titel leider unbekannt aber von Eddi Kockek
  • "Alanar" (von Medzdeke)
  • Mashaal
  • Marjana von Loyko
  • Hizzi Hizzi Mandilik (Emad Sayaah) - Grusel!!!
  • Skandarani
  • Setrak & Ranine
  • Samara
  • Hadouni (George Abdo)
  • irgend etwas von George Abdo
  • Ya Mustapha
  • Simarik von Tarkan+Onun Arabasi Var von Mustafa Sandal+Hak Lil eyem von der
  • Mezdeke CD
  • Oglan Boyun von Keane/Tekbilek
  • Ahla Leila (Muhammad Sultan)
  • Nada (glaub ich) von einer Farid el Atrach CD
  • ein Lied von Mohamed Munir...den Titel habe ich nie gewusst, aber es handelte von
  • "Schmachten Schäkern unterm Pflaumenbaum" *lol*
  • Al Sa'idi CD Saher el Accordeon
  • El Samar
  • Hizzi Hizzi Mandilik (Emad Sayah *ärgs*)

Hat sich dein Musikgeschmack geändert?

17 Nennungen
  • Ich bin offener geworden.
15 Nennungen
  • Ich probiere heutzutage mehr aus.
9 Nennungen
  • Das Angebot ist heute auch viel größer.
4 Nennungen
  • Ich habe noch den gleichen Musikgeschmack.
1 Nennung
  • Ich bin Anspruchsvoller geworden.
  • Ich tanze heute nur noch zu richtiger Orientalischer Musik.

Zitate:

  • Das was mir als Anfänger nicht gefallen hat, mag ich heute sehr. Ich habe diverse CD's am Anfang gekauft, die ich schlecht fand. Heute habe ich da teilweise richtige Aha-Erlebnisse.
  • Ich habe auch mit meinem tanzen gelernt, die Musik "richtiger" zu hören und zu interpretieren. Anfangs tanzt wohl jede Europäerin gern nach moderner türkischer Musik, weil sie sich zunächst am leichtesten umsetzen lässt. Der Abstand zum eigenen Lebensbereich ist nicht ganz so groß wie z.B. zu klassischer arabischer Bauchtanzmusik. Heute gefallen mir auch diese Klänge,-hi,hi,-ich kann sie ja jetzt auch tänzerisch interpretieren. Man wächst eben mit seinen Aufgaben. Und die Ansprüche an mich selbst wachsen ebenso mit. Auch die, nach "schwereren" Musiktiteln....
  • Mein Musikgeschmack hat sich komplett geändert


Hast du noch Kontakt zu deiner ersten Lehrerin?

12 Nennungen
  • Ja
9 Nennungen
  • Wir sehen uns hier und da
8 Nennungen
  • Nein
3 Nennungen
  • Ich bin immer noch bei Ihr

Es gibt sich ein sehr gemischtes Bild.

3 Teilnehmerinnen sind immer noch bei ihrer 1. Lehrerin. 12 haben zumindestens noch Kontakt. Bei 8 ist der Kontakt völlig abgerissen und 9 sehen ihre erste Lehrerin hier und da.

Kommentare:

  • Ich habe viele Jahre sehr gern bei ihr Unterricht genommen und im Ensemble mitgetanzt. Aber irgendwann wird es auch mal Zeit, auf eigenen Füßen zu stehn.
  • Da ich noch nicht volljährig bin und in meiner Gegend so gut wie keine interessanten Kurse oder Workshops angeboten werden, bleibe ich noch bei ihr aber dabei auch andere Angebote zu nutzen.
  • Sie hat kein Interesse an eine Zusammenarbeit.
  • Meine Lehrerin hat mir die Freude am Bauchtanz vermittelt!
  • Ich bin Autodidakt in Sachen BT,-nicht in Sachen Tanz.Aber ich hatte einmal eine Stunde bei Ofra in Berlin. Sie war sehr gut,-auch als Lehrerin- und hatte eine tolle Ausstrahlung.Ich würde sie gern mal wieder besuchen. Vielleicht klappt es ja.
  • Sie ist umgezogen sagte man mir aber keiner weiß wohin :-((
  • Sie hat sich weitestgehend aus der OT-Szene zurückgezogen.
  • Sie hat schon mal einen Workshop mit mir in ihrem Studio organisiert und ich geh ab und zu ihr, wenn sie Gastdozentinnen hat.
  • Ich glaube, dass ich sie tänzerisch schon seit einiger Zeit überholt habe.
  • Ich wohne dort nicht mehr

Was denkst du heute über sie? (Ihr Wissen, Unterricht, Können, Informationen usw.)

Sie war wirklich gut, hat besonders auf den bewussten Umgang mit dem Körper geachtet, was mir als Anfängerin mit beginnenden Rückenproblemen ungemein geholfen hat. Nur die Musikauswahl war etwas einseitig, ägyptische Musik wurde kaum gespielt, es beschränkte sich zumeist auf ruhige Schleiermusik u.ä..
Ihre liebenswerte Art machte mir ihren Unterricht damals sehr wertvoll. Aus meiner heutigen Sicht hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen gewünscht, allerdings war das 1989 so oder so nicht einfach und ich denke, ich hatte großes Glück damals an sie geraten zu sein!
Sie hatte viel Humor, konnte sehr schön tanzen.
Ich denke ich habe im Rahmen der damaligen Möglichkeiten viel gelernt, wenn auch sehr unorthodox. Meine ägyptische Lehrerin tanzt sicherlich nicht mehr. In Deutschland unterrichtet wohl noch eine, wie?? Weiß ich leider nicht zu sagen, wir haben seit mind. 15 Jahren außer "hallo" keinen Kontakt. Meine amerikanische Lehrerin Yolanda (der Anfänge) hörte schon 1982/1983 (?) gänzlich mit Tanzen und unterrichten auf und zog sich zurück. Sie würde ich gerne auch heute noch so einiges zum "American Classic" fragen.
Ich habe zwei Jahre bei ihr getanzt und fand es damals Spitze. Dann musste ich aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen und somit woanders Unterricht nehmen. Da musste ich dann die bittere Erfahrung machen, dass ich fast nichts gelernt hatte. Das war hart und hat mir die Augen geöffnet.
Auch sie hat sich immer fortgebildet, nimmt regelmäßig Unterricht bei verschiedenen Lehrerinnen, hat sich natürlich dementsprechend weiterentwickelt. Was denke ich über sie? Ich mag sie, ihr Unterricht ist locker, aber wir lerne eine ganze Menge. Infos über Veranstaltungen, etc. hat sie fast immer dabei, und wenn sie etwas nicht weiß, so weiß sie zumindest, wo sie die Infos herbekommen kann.
Ich finde sie immer noch gut :-) Ein sehr großer Pluspunkt: Sie hat mich rechtzeitig "fortgeschickt". Es war ein VHS-mäßiger Kurs, wo ständig neue Leute dazukamen, und ich war irgendwann unterfordert. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass sie es mir rechtzeitig ans Herz gelegt hat, mich auch anderswo weiterzubilden.
Sie ist eine sehr gute Lehrerin, die ihr Wissen und Können bereitwillig und gerne weitergibt. Nur zur Rhythmuskunde scheint sie nicht so viel zu wissen (oder hat die Erfahrung gemacht, dass es die Schülerinnen nicht interessiert?).
Ihre Kenntnisse waren im Vergleich zu meinen anderen Lehrerinnen nur sehr gering.
Sie ist die Top-Lehrerin in unserer Region, was man auch daran sieht, dass die meisten der hier erfolgreichen Tänzerinnen aus ihrer Schule hervorgegangen sind. Ihr Stil ist nicht unbedingt "authentisch ägyptisch", aber sie lässt ihren Schülerinnen auch genug Freiräume für eigene Wege. Deshalb haben die aus ihrer Schule hervorgegangenen Tänzerinnen auch alle zu ihrem eigenen Stil gefunden und sind keine Kopien ihrer "Meisterin".
Sie versucht uns für alles zu begeistern, leider hat sie uns nie geschichtliche oder kulturelle Dinge (z.B. den Ursprung, usw.) beigebracht.
Sie ist eine sehr gute Lehrerin! Sie ist geduldig und nie müde geworden nochmal zu erklären und nochmal zu zeigen. Sie hat auch nie mit ihrem Wissen hinter dem Berg gehalten und hatte auch Hintergrundwissen, was weitergegeben wurde. Auch hat sie immer Infos gegeben: andere Lehrerinnen, Workshops, Unterricht und auch nie gesagt sie ist die einzig Wahre!
Sie konnte gut die Gruppe zusammenbringen (gemeinsam Essen gehe) aber tanzen! Reden wir nicht darüber. Nach 2 Jahren bei ihr konnte ich von vorne beginnen. Sehr schlechte Haltung und Arme!!
Ich fand sie am Anfang supertoll. Aber bei der Lehrerin danach, habe ich erst gelernt, dass es verschiedene Rhythmen gibt. Auch der Tanzstil war anders und ich habe viel mehr Hintergrundwissen bekommen.
Für Anfänger war Sie gut und genau. Bewegungsabläufe wurden gut erklärt und geübt. Ich habe sie gewechselt, weil ich mehr Interpretation lernen wollte.
Erinnere mich gern daran zurück, weil es etwas Besonderes war. Meine Lehrerin war nämlich ein Mann. Er hat mir viele Hemmungen genommen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Sie war eine tolle Tänzerin und eine sehr einfühlsame Lehrerin. Ich habe von ihr mehr gelernt als nur Bewegungen und Schritte. Sie war damals schon sehr kritisch und hat auch Dinge in frage gestellt.
Ohne ihre Fröhlichkeit und Lockerheit, gepaart mit einer gewissen "Strenge", hätte ich wahrscheinlich wieder aufgegeben.
Sie ist immer noch ein großes Vorbild für mich.
Sie hat ihr Wissen über die Techniken mit dem über die Hintergründe des Tanzes verknüpft. Ich mache das auch so,-sie hat mich also darin bestärkt. Und sie war sehr offen und freundlich,-das hat mir gut gefallen.
Sie hat wunderschön weich getanzt. Ihr Stil hatte aber noch nicht diese Balletteinschläge wie heute. Ihr Tanzstil war eher erdig und auf flachen Fuß aber sehr elegant. Diesen Stil liebe ich heute noch.
Sie war lieb und konnte super mit uns wilden Rackern umgehen, wir hatten jede Vorstellung einen vollen Erfolg.
Ich möchte keine andere für den Einstieg gehabt haben!!!!!Was Technik, das Vermitteln des Tanzes und allem was dazu gehört, Tipps zum Auftritt etc., ihre Warnungen (bei einem Anflug von Selbstüberschätzung),ihre konstruktive Kritik-Disziplin-Lob...Ich habe heute noch ihre Worte im Kopf und profitiere immer noch davon.
Ich habe bei ihr 5 Jahre lang die Grundlagen gelernt, sie hat mich sicher sehr geprägt. Sie gab auch Infos zur Kultur weiter. Ich verweise auch heute noch Interessentinnen an sie.
Als sie erkannte, dass sie mir nichts mehr beibringen kann, hat sie mich zu anderen Lehrerinnen geschickt. Finde ich klasse und zeigt, dass sie ihre Fähigkeiten gut einschätzen konnte. Leider hat sie sich nicht weitergebildet und ist immer noch auf dem Stand von vor 6 Jahren. Nach vielen Workshops und Lehrerinnen kann ich sagen, dass ihr Wissen leider sehr beschränkt ist. Dafür ist sie aber bereit, jeder Frau Empfehlungen für Weiterbildungen zu geben (sofern sie danach gefragt wird).
Sie hat das alle ein wenig Laxe gemacht, hat nie wirklich geguckt, ob man die Bewegungen auch richtig ausführt. Aber sie hatte Spaß am Tanzen und hat das rübergebracht.
Es war ein Anfang und leider habe ich ihn zu wenig genutzt - habe meine Lust daran einschlafen lassen. Aber ich habe danach zwei bis drei Lehrerinnen gehabt, die mich geprägt haben und über deren Kennenlernen ich mich heute noch freue.
Ich habe schon oft über den Tellerrand geschaut und wirklich bessere Lehrerinnen als sie gesehen, aber keine konnte so liebevoll motivieren und eine Schülerin aufbauen, DAS ist auch wichtig! Für Anfänger war sie toll!!
Sehr fundiert + professionell, sehr vielseitig & eine Lehrerin, die ihren Schülerinnen auch "was mitgibt" u. nicht die "Schmankerln", wie ein Geheimnis für sich selber hütet.
Sie hat ein gutes Fundament gelegt.
Ich halte sie für eine sehr gute Lehrerin, sie kann Menschen motivieren und begeistern. Allerdings ist sie zuweilen menschlich recht schwierig und verprellt auch die Leute.

Was war früher besser?

Bei den dienstälteren Tänzerinnen sind oft genannte Punkte sind z.B. weniger Konkurenz und das frau mehr Geld verdienen konnte. Auch das der Orientalische Tanz damals noch etwas besonderes gewesen war ist öfters herauszulesen.

Zitate:
Nichts, ich finde es hat sich viel getan in den letzten 10 Jahren und das Niveau ist immer mehr angestiegen. Das einzige, was man vielleicht bemängeln könnte ist, dass es zur Zeit ein ziemliches Überangebot gibt und vieles "nicht mehr so gut läuft". Auf der anderen Seite selektiert sich das Angebot auf diese Art und jeder strengt sich an, wirklich etwas Gutes auf die Beine zu stellen!
Es gab mehr wirklich authenische Auftrittsmöglichkeiten (Nachtclubs, Casinos) mit guten Musikern und vielen Tänzerinnen auch aus dem Nahen Osten, also viel zum sehen, lernen und anspornen.
Ich konnte freier tanzen. Sozusagen einfach von der Seele weg. Heute bin ich oft zu selbstkritisch und denke immer - es ist noch nicht genug.
Größere Bereitwilligkeit der Schülerinnen, für einen Workshop weit zu fahren, um sich fortzubilden.
Die Parties, die es Anfang der 90er gab, sind wohl ein für allemal vorbei. Damals war jede Orient-Show gerammelt voll - obwohl das tänzerische Niveau bei weitem nicht so hoch war wie jetzt. Die verzauberte Athmosphäre von damals ist vorbei. Einerseits ist der "Zauber des Exotisch-Fremdartigen" verflogen, andererseits gibt die wirtschaftliche Lage den meisten auch keinen Anlaß zum ausgelassenen Feiern und Geldausgeben
In unserer Gruppe gab es weniger Konkurrenzdenken
Alles war freundlicher und kameradschaftlicher. Kein Zickengehabe im Kurs (ich bin die einzig Wahre, Schönste, Beste - Leherinnen und Schülerinnen!). Unterricht- und Workshopbereitschaft!
Was war besser? Die Tänzerinnen versuchten miteinander zu tanzen. Da es jetzt an jeder Ecke tanz gibt, ist oft die Zusammenarbeit schwer.
Es gab noch nicht so viele Tänzerinnen, die meinten nach 2 Unterrichtsstunden könne man schon auftreten.
Es gab nicht so viele Bauchtanzkurse, aber dafür qualitativ bessere, als heute.
Es gab kaum Konkurrenz und somit war auch die Stimmung innerhalb des Kurses sehr angenehm. Alle haben zusammen geholfen.
Früher standen der Tanz und die Gemeinschaft mehr im Vordergrund, heute zählt oft in erster Linie das Kostüm, es wird viel zu früh mit viel zu wenig Können "vorgetanzt". d. h. erlernte Choreographien werden "zum Besten" gegeben!
Für mich ist die Entwicklung immer positiv gewesen und insofern war nichts besser.
Unser türkischer Freund ,in dessen Restaurant ich begonnen hatte jede Woche 2-3x zu tanzen,hat sein Geschäft leider aufgegeben ,-schade,das war eine schöne Zeit (Obwohl ich heute sehr viel mehr verdiene als bei ihm,-aber es war eine gute Schule!!!)
Als ich als Jugendliche trainiert habe, gab es noch nicht so eine Marktschwämme von echt schlechten Dozenten, jeder, der 2 Jahre tanzt und null Talent hat, kann unterrichten.
Der Zusammenhalt untereinander war besser. Man ist nicht sofort zu einem Auftritt, nur weil man den arab.Grundschritt und etwas mit den Hüften wackeln konnte.
kein "Stutenbeissen", OT war früher "Exclusiver" -heute macht die Oma der Freundin OT. Viele tanzten nur um der Freunde am Tanz willen, heute tanzen viele nur mit Blick zum Geld.
mir ist nicht so aufgefallen, dass es auch einige schlechte Tänzerinnen gibt, die allerdings keine Scheu vor Auftritten haben.
keine Ahnung, bei 6 Jahren Tanzerfahrung kann ich nicht so gut vergleichen. Ich habe den Eindruck (wenn ich mir alte Showvideos ansehe), dass die OT-Szene früher mehr Folklore getanzt hat (heute sieht man soviel Fantasyaufführungen). Experimentieren ist gut, aber die Basis/Wurzeln zu kennen ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, irgendwann auch mal über den OT-Tellerrand hinweg zu sehen. Generell stelle ich mit Bedauern fest, dass in vielen Shows (für die die Zuschauer gutes Geld zahlen) doch häufig sehr unprofessionell getanzt wird (oft unausgereifte Technik). Meiner Meinung nach gehört zu einem rundum guten Auftritt nicht nur nettes Aussehen oder gutes Styling oder nur gute Technik, ein guter Auftritt ist ein Zusammenspiel zahlreicher und unterschiedlicher Punkte. Da sieht man derzeit schon recht häufig "mangelhafte" Performances. Was ich persönlich etwas merkwürdig finde, ist das umfassende Angebot an Kursen, bei denen OT mit allerlei esoterischen ! und spirituellen Aspekten verquickt wird. Es gibt zweifelsohne einen Zusammenhang, aber es scheint viele Anbieter zu geben, die sich anmaßen, als Heiler oder gar Therapeut aufzutreten, die aber null Qualifikation auf diesen Gebieten zu bieten haben.
Einfach gesagt, man konnte mehr Geld verdienen. Es gab nicht soviel Konkurenz (egal ob gut oder schlecht). So gab es mehr Auftritte und die Preise wurden nicht so gedrückt. Auch die Medien waren offener, heute heißt es: "ach noch eine Bauchtänzerin. Können sie etwas besonderes?" Früher konnte man bei Shows noch etwas verdienen. Heute bekommen selbst Stars kaum noch Geld auf Shows. Fast jede Veranstaltung ist Benefiz und muss als Werbung betrachtet werden.
Höhere Gagen, Bauchtanz wurde als was ganz besonderes und Exotisches Seltenes betrachtet, heute ist er nix besonderes mehr

Was ist heute besser?

Der Grundtenor ist, dass heutzutage vor allem das Angebot als besser eingestuft wird. Angefangen von Einkäufen (Musik, Kostüme usw.) über Unterricht, Workshops bzw. Dozenten bis hin zu Großveranstaltungen. Ein anderer sehr oft genannter Punkt sind die Möglichkeiten das Internet. Von kostenlosen Informationen, Kontakten bis zu Einkauf von Zubehör.

Zitate:
Ich glaube auf jeden Fall, dass das Angebot an sich zugenommen hat und vielfältiger geworden ist (v.a. im WS-Bereich), was ich sehr begrüße. Das Gleiche gilt für kleine und große Veranstaltungen und Messen.
Besseres Niveau
Ich weiß nicht ob es besser ist, jedenfalls für Neulinge erheblich leichter an bestimmte Infos, Musik und Kostüme zu kommen auch die Technik wird "mundgerecht" serviert.
Ich erinnere mich meiner Wurzeln und bin gerade auf dem Umkehrweg. Anspruch ist gut, aber zu viel davon nimmt dem Tanz die Seele. Heute werde ich wieder lockerer und das gibt meinem Tanz Ausdruck. Das hilft mir auch sehr beim lernen.
Als ich anfing, war Internet noch nicht so ein großes Thema. Also, wenn etwas "besser" geworden ist, dann ist es die Informationsflut, die ich aus dem Netz ziehen kann, um meinen Wissensdurst zu stillen :-). Auch erfährt man von Events, deren Existenz sonst gar nicht zu uns durchdringen würde.
Größeres Angebot in jeder Hinsicht.
Man hat bessere Möglichkeiten, über den Tellerrand zu schauen, die Vernetzung ist stärker geworden, bessere und schnellere Informationsmöglichkeiten, auch durchs Internet. Das Musikangebot ist viel besser geworden.
Ich persönlich habe mehr Möglichkeiten an Workshops usw. teilzunehmen und bin sicherer bei Auftritten.
Mehr Auswahl an Lehrerinnen und Kursen. Mehr Hintergrundwissen wird weitergegeben. Man muss auch mehr drauf haben - Schülerinnen und Publikum merken das inzwischen!
Der Tanz und die Tänzerinnen haben sich sehr entwickelt.
Die Qualität ist viel besser.
Mehr Auswahl an Lehrer/-innen.
Es gibt viel mehr Information über und Zubehör für orientalischen Tanz.
Es gibt heute mehr Möglichkeiten an Kostüme, Musik oder auch an Workshops zu kommen. Durch Internet und überregionale Messen gibt es auch Kontakt zu anderen Tänzerinnen.
Die Möglichkeiten, Kostüme, Zubehör, Musik und auch Fachbücher bzw. -zeitschriften erlangen zu können.
Größeres Warenangebot, mehr Informationen
Es ist alles offen, -ich entdecke gerade die große Bauchtanzszene und lass mich gerne überraschen....
Das Angebot an Zubehör, Kursen, etc.
Es gibt mehr Auswahl und Dozenten, auch sehr Guten und die Vielfalt an Angeboten ist gestiegen.
Man hat mehr Freiheiten, was den Tanzstil betrifft. Experimentieren ist möglich. So haben wir vor längerer Zeit eine Zugabe auf Techno getanzt, was super angekommen ist.
Größeres Angebot, es gibt mehr bessere Tänzerinnen, mehr Einkaufsmöglichkeiten, bessere Informationsmöglichkeiten und Vernetzung (Internet!!!)
größeres Angebot sowohl an Musik als auch an Workshops und Bekleidung. Internet finde ich klasse, da ich dort Informationen bekomme, an die ich sonst nie rankomme. Na das Internet z.B., unerschöpfliche Informationsquelle. Es gibt mittlerweile viele Festivals und Shows in ganz Deutschland und man kann wahnsinnig viel Workshops machen
mehr Möglichkeiten an gute Musik zu kommen, mehr Auswahl (auch an Kostümen und Zubehör, Unterricht)
Heute gibt es zwar mehr Konkurrenz, aber das Angebot ist größer. Unterricht nehmen, WS in der Nähe oder einkaufen ist viel Leichter. Auch an Infos zu kommen (Im Internet sogar umsonst) ist viel leichter. Auch die Kommunikation über weite Entfernungen ist viel Einfacher.
Breites Angebot an Zubehör, Musik, Kostümen, besserer Informationsfluss auch durchs Internet

Erzähl doch mal, wie deine Anfangszeit so war? (Unterrichtsmöglichkeiten, Auftritte, Konkurenz, Shows, Einkaufsmöglichkeiten, Musikangebot)

Vor mehr als 20 Jahren.

  • Unterrichtsmöglichkeiten in Deutschland: 1 Unterrichtseinheit (90 Min) = 18.- DM! Bei einer Lehrerin, die selbst 1/2 Jahr Unterricht hatte bei einer Frau, die gerade etwas länger als 1 Jahr tanzte! Bei Amerikanerinnen war der Unterricht oft qualifizierter und preiswerter (ca. 15,-- DM/UE). Man reiste weit und viel für Workshops, egal ob gut oder schlecht, alles wurde mitgenommen. Auftritte waren genügend da und super bezahlt (bei Deutschen) beim oriental. Publikum musste man sich einen Namen machen - zahlte sich jedoch langfristig gut aus. Es gab viel mehr Möglichkeiten und ich arbeitete jeden Tag, an Wochenenden (freitags und samstags) oft 5 Show (manchmal auch mehr) pro Abend. Einkaufsmöglichkeiten in Deutschland gleich Null. Musikangebot gering.

Vor 15 bis 20 Jahren.

  • Nicht viele Unterrichtsmöglichkeiten gute, viele Auftritte keine Konkurrenz, zumindest nicht spürbar nette Shows gute Musik, Auswahl war nicht groß
  • Es gab kaum Dozentinnen und noch keine Studios. Durch Zufall habe ich eine Anzeige in einer Tageszeitung gelesen. Der Unterricht fand in den Räumen eines Gymnastikstudios statt, für damalige Verhältnisse absolut Spitzenklasse!! Wir veranstalteten jedes Jahr ein kleines Fest, alles sehr privat und ungezwungen, einmal sogar in der deutsch-arabischen Gesellschaft. Das war besonders schön, weil wir hier zum ersten Mal Kontakt zu arabischen Mitbürgern hatten. Sie waren uns sehr wohlgesonnen, obwohl unsere Tanzkünste eher bescheiden waren ;-) Kostüme gab es manchmal gebraucht über unsere Lehrerin, meistens nähten wir sie aber selber aus Gardinenstoffen, Faschingsseide und ähnlichen Materialien. Jede Paillette und jede Perle wurde noch einzeln aufgenäht. Aber es hat Spaß gemacht. Musik gab es noch in Form von Schallplatten, außer George Abdo gab es aber nicht viel.
  • Es gab sehr wenig. Unterricht gaben nur eine handvoll Tänzerinnen, die selber gerade mal 1 Jahr tanzte (wenn überhaupt). Auftritt gab es viele (sehr oft mit sexuellen Hintergedanken der Gäste), war ja was Neues. Und dadurch war nicht diese Konkurrenz um die Schülerinnen und um jeder Auftritt. Shows, Einkaufsmöglichkeiten und Musik gab es kaum, bis nicht.
  • Unterrichtsmöglichkeiten gab es wenig. Vielleicht 2-3 Workshops im Jahr (In der näheren Umgebung) oder man musste weit Fahren 100 - 300 KM. Auftritte waren öfters und noch etwas Außergewöhnliches. Einkaufen war fast nur im Ausland möglich oder man musste sehr weit fahren. Das Musikangebot war auch sehr übersichtlich.

Vor 10 bis 14 Jahren.

  • Unterrichtsmöglichkeiten gab es noch nicht so viele und teilweise war das Niveau einfach schlecht! Auftrittsmöglichkeiten waren hingegen relativ zahlreich, da es auch noch nicht so viele Tänzerinnen gab. Trotzdem habe ich die Konkurrenz untereinander teilweise sehr schlimm erlebt, aber das ist wohl immer gleich! Einkaufsmöglichkeiten und Musikangebot waren einfach nur schlecht, es gab kaum Möglichkeiten!
  • In Zürich gab es schon eine gute Auswahl an Tanzlehrerinnen und 2 - 3 Lokale mit Tänzerinnen. Tanzbekleidung nur, wenn die Lehrerin wieder einen Koffer aus Ägypten mitbrachte oder 1x im Jahr einen Basar einlud. Das Musikangebot war eher limitiert auf Hossam Ramzy und Co.
  • Es gab relativ wenig Unterrichts- bzw. Auftrittsmöglichkeiten, viel weniger Konkurrenz als heute, Shows so gut wie gar nicht, Einkaufsmöglichkeiten waren gering, ebenso das Musikangebot. Dafür wurde die Gemeinschaft mehr gepflegt.
  • Bin nur durch Zufall an Bauchtanz gekommen (1990). Meine Kollegin hatte eine Freundin, die Bauchtanz unterrichten wollte. Also bin ich aus Neugierde mitgegangen und bin dabei geblieben. Es gab in der nächst größeren Stadt (Köln) Lehrerinnen, aber noch nicht so viel. Auftritte waren am Anfang mehr, weil es noch nicht so überlaufen war und jeder nach der 2. Unterrichtsstunde schon aufgetreten ist. Die Konkurrenz war auch geringer. Shows gab´s nur ganz wenige und die Einkaufmöglichkeiten waren sehr schlecht (ab und zuein Basar bei Ishtar). Ich bin meist nach Monschau zum Egypt Basar. Musik war auch eine Rarität. Ich habe sie mir dann aus der Türkei und Ägypten mitbringen lassen
  • Unterrichtsmöglichkeiten waren lausig, lange Wege für Workshops nötig, Einkaufsmöglichkeiten in meiner Gegend überhaupt nicht vorhanden.
  • Ewig lange Fahrten zu den Workshopplätzen und Orientbasaren, weniger Auftritte, in der Pfalz wurde man argwöhnisch betrachtet ( Ausziehen! - Rufe usw.) gar keine guten Shows in der Nähe, erst Jahre später.

Vor 6 bis 9 Jahren.

  • Im Rhein-Main-Gebiet war die Auswahl immer sehr gut (wg. Studio Arabeska), wobei ich mich am Anfang nicht so recht hingetraut habe! Nach langer Überwindungsphase bin ich aber zur Erkenntnis gelangt, dass alle nur mit Wasser kochen!Ich bin nach einem halben Jahr schon aufgetreten und von Konkurrenz habe ich nichts gewusst. Meine Lehrerin hat mich auch empfohlen, wenn sie keine Zeit hatte. Einkaufmöglichkeiten haben sich sehr stark verbessert und man hat jetzt die Auswahl und muss sich nichts aufdiktieren lassen. Jedoch sind manche Anbieter recht profitgeil und einfach zu teuer (qualitativ minderwertig zu hohen preisen, aber da muss man ja heute nicht mehr mitmachen und ich lasse es dann auch lieber bevor ich mich im Nachhinein ärgere über meinen Fehlkauf!)
  • Ich habe zwischen einem Kurs "Rückenschule" und "Bauchtanz" ausgewählt und war der irrigen Meinung, dass ich nach einem Kurs von 10 Abenden tanzen könnte. Die Anfänge waren hart. Koordinationsschwierigkeiten und die ungewohnte Musik. Aber Freude hatte ich von Anfang an. Bis heute lerne ich immer noch dazu. Mein Ziel war aber nie auftreten, da ich schon 36 war, als ich begann und auch keine Idealfigur für Bauchtanzkostüme habe. Mein Schwerpunkt liegt im gemeinsamen Tanzen mit anderen Frauen- Alter und Figur ist egal- wir haben einfach Freude und genießen inzwischen unser Können und die Ausdrucksmöglichkeiten bei Interpretationen. Lag früher meine musikalische Vorliebe bei langsamen Stücken, so bin ich heute vielseitiger. Auch moderne türkische und arabische Musik macht viel Spaß.
  • Dank meiner Lehrerin waren wir immer auf dem Laufenden und mit allem bestens versorgt. Sie hat auch viele Auftritte/Feste organisiert und uns so eingeführt. Sie gab uns Tipps zu interessanten Workshops oder Messen.
  • Als "blutige Anfängerin" habe ich natürlich nie ans Auftreten gedacht, deshalb hat mich Kostüm- oder Musikangebot nicht sonderlich intzeressiert. Was mich begeistert hat, waren die Shows. Mir sind sie heute wie märchenhaft in Erinnerung, ein Gefühl wie auf Wolke sieben. Das ist nun vorbei, ich stehe selber auf der Bühne und das Märchenhafte hat einer gewissen Nüchternheit Platz gemacht. Der Lack ist sozusagen ab, da ich nun die andere Seite der Bühne kenne. Das, was schon damals immer mein Traum gewesen ist. Klingt das jetzt melancholisch? Ist keinesfalls so gemeint, denn ich bin heute da, wo ich damals schon hinwollte.
  • Unterricht gab es anfangs nur bei der ersten, einzigen Lehrerin in der Region, welche glücklicherweise auch eine sehr gute Lehrerin war (und ist). Die Gagen sollen damals legendär hoch gewesen sein, so um die 700,-DM für einen Privatauftritt, (das kann ich aber nicht bestätigen, da ich selber ja noch Anfängerin war). Die Konkurrenz ist mit den Jahren immer schlimmer geworden und hat die Preise kaputt gemacht. So tanzte meine Lehrerin damals in einem Restaurant für 250,-DM den Abend (2 Auftritte), von Donnerstag bis Sonnabend, 750 DM das Wochenende also. Heute zahlt selbiges Restaurant nur noch 150,-DM. Hat aber auch mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu tun. Die Umsätze, die Anfang der 90er kamen, davon träumt der Wirt heute bloß noch. - Musikangebot war katastrophal verglichen mit heute, vor allem hat Dir nie jemand verraten, wie die Musik nun HEISST, wenn Du sie schon gnädigerweise, auf einer selbst aufgenommenen Kassette für 30,-DM kaufen durftest. Mein erstes Kostüm hab ich für 700,-DM gekauft - wie ich heute weiß, total überteuert. Aber damals hatte man kaum Vergleichsmöglichkeiten (so ein Kostüm kostet normalerweise so 400-500 DM)
  • Ich habe mit 7 Jahren begonnen Unterricht zu nehmen. Der Unterricht war sehr lasch, erst nach 2 Jahren wurde er intensiver. Da wir alle zwischen 7 und 9 Jahre alt waren, gab es keine richtige Konkurrenz, da alle ungefähr gleich gut tanzten.
    - Auftritte bekamen wir viele, da wir die einzige Gruppe unserer Lehrerin waren. Später kamen mehrere Frauen- und Kindergruppen hinzu. Gruppenauftritte haben wir selten, dafür öfter Studioauftritte ((st klar, heute kümmern wir uns selber darum). Die Kostüme kauften wir selber im Ausland oder von unserer Lehrerin. Auch Musik kauften wir von unserer Lehrerin.
  • Ich war Schülerin in der einzigen Tanzschule der Stadt. Zu Workshops traute ich mich nicht, weil ich dachte, ich bin dort fehl am Platz. So war mein erster WS auch bei meiner damaligen Lehrerin-"Hüftvariationen". Das war spannend. Dann ging es weiter, obwohl ich immer ganz hinten stand, damit mich ja keiner sieht. Dann wurde ich mutiger - Gott sei Dank. Dann kam die erste Orienta und ich fühlte mich völlig geblendet - all diese Pracht. Meinen ersten Auftritt hatte ich mit einer Gruppe in einem türkischen Lokal vor ca. 200 Leuten. Das war super. Die wollten unbedingt eine Zugabe. Da wir nur ein Stück beherrschten, haben wir es dann nochmal getanzt. Und unter Jubel gingen wir sozusagen von der Bühne. Das war ein sehr schönes Erlebnis.
  • Ich hatte Glück: es gab zahlreiche Unterrichtsmöglichkeiten (vielleicht etwas zu wenig Workshops für Anfängerinnen - ist heute auch noch so), Shows und die Einkaufsmöglichkeiten waren auch toll, da die Orienta jüngst eingeführt worden war. Und es gab viele andere ebenso schnell mit dem Bauchtanzvirus infizierte Anfängerinnen. Für mich ideal.
  • Am Anfang hatte ich gleich Einzelunterricht. Das war klasse. Später in der Gruppe eine andere Lehrerin mit vielen Intrigen. Keine Informationen oder Weiterbildungsangebote von ihr. Außerdem mussten die Schülerinnen grundsätzlich auch zum Üben im vollständigem Kostüm erscheinen, wie für einen Auftritt. Ich bin dann nach zwei Jahren wieder gegangen und habe einige andere Kurse ausprobiert. Bis ich bei meiner jetzigen Lehrerin angekommen war, wo ich endlich zufrieden bin :-))Auch das erste Zusammenfummeln eines Bauchtanzkostüms gestaltete sich schwierig, wenn ich dran denke, wie lange ich da rumgewerkelt habe, bis in die frühen Morgenstunden und dann das Ergebniss. Ohweija.....Lach... Aber auch das ist besser geworden. Aufgetreten bin ich das erste Mal nach einem Jahr innerhalb einer Studio-Veranstaltung.Meine Güte war ich nervös. Auch heute noch vor einem Auftritt (die sehr selten sind) ist mir vor Lampenfieber so übel.....Einkaufsmöglichkeiten und Musikangebot war hier in der Provinz ganz schlecht. Heute mit Internet kein Problem mehr.
  • Vor ca. 15 Jahren habe ich mir das Ganze nicht so richtig zugetraut, es gab ein paar Lehrerinnen, aber die Auswahl war nicht so besonders groß. Die Zeiten haben sich geändert: es gibt viel mehr Möglichkeiten, frei zu tanzen, frau ist nicht nur auf die klassische Linie angewiesen. Das Motto 'Schön ist was gefällt' trifft bei mir mittlerweile zu - ob auf Oriental Pop, internationalen Pop, folkangehauchte Sachen. Hauptsache es macht Spaß. Der Gesundheitsaspekt, der zu Beginn meiner Tanz-Zeit im Vordergrund stand, ist weniger geworden oder besser gesagt: guter Nebeneffekt. (9 Jahre)
    - Auftrittsmöglichkeiten gibt es in Deutschland sehr viele, finde ich; Einkaufsmöglichkeiten finde ich auch ziemlich gut; das Konkurrenzdenken und die Neiderei finde ich sehr ausgeprägt und nervig, heute wie gestern. Mir gehen grundsätzlich Leute, die ständig im Mittelpunkt stehen wollen, die bedingungslos angehimmelt werden wollen, auf den Nerv, egal, ob nun als "darstellende Künstlerin" oder als Kollegin im Büro. Meine Erfahrung ist auch, dass Leute mit solchen Neigungen als Tanzlehrerin fehl am Platz sind. Sie freuen sich über jede nicht bes. talentierte Schülerin und Zicken die Begabtesten unter ihnen an (ekeln sie sogar aus ihren Kursen).

Vor bis zu 5 Jahren.

  • Ich hatte keine Lehrerin,-es gab hier keine. Also kaufte ich mir Videos, guckte mir in der Türkei von jeder Bauchtänzerin, derer ich habhaft werden konnte die Bewegungen ab (zum Glück gibt es ja Kameras) und übte, übte, übte. Da ich schon ziemlich zu Beginn bei Mustafa im Restaurant tanzte,-die meisten Gäste waren Türken, lernte ich schnell und viel,-und es stärkte mein Selbstvertrauen, wenn sie mir sagten, dass ich von Mal zu Mal besser tanzen würde. Meine Auftritte bekam ich immer über die Mundpropaganda, auch die anderen -es sind ständig mehr geworden. Inzwischen habe ich Voranmeldungen, die bis Mitte des nächsten Jahres reichen. Das freut mich natürlich. Ich habe keine Angst vor Konkurrenz,-jede Frau tanzt anders gut. Und sicher ist für jeden Geschmack etwas dabei. Meine eigenen Schülerinnen treten ja auch auf. Bei der einen oder anderen sage ich dann schon, dass es vielleicht noch etwas früh sein könnte, aber entscheiden müssen sie das sowieso selbst.Wenn ich mal eine Tänzerin brauche, die mich ersetzen muss, weil ich ausgebucht bin, dann trainiere ich speziell für diese Gelegenheit mit ihr noch zusätzlich. Ich unterrichte so, dass ich die Stärken der jeweiligen Tänzerin besonders fördere, -einmal wegen des Erfolgserlebnisses,-und dann,--wenn sie richtig gut tanzt und man ihr den Spaß dabei ansieht,- dann habe ich als Lehrerin auch etwas davon. Ich mach das wirklich gern. In vielen Dingen habe ich vielleicht das Fahrrad zweimal erfunden,-das merkte ich, als ich meinen Internetanschluss bekam. Da habe ich nicht schlecht gestaunt, was es über Bauchtanz alles so gibt. Aber eben in den alten Bundesländern!!! Zurzeit teste ich aus, wo wir stehen,-ich guck mir Shows in Deutschland an, besuche Workshops und nehme ,-wie jetzt z. B. direkt Kontakt auf. Ich weiß zwar immer noch viel zu wenig,-und je mehr ich lerne,-desto weniger scheint es zu werden,-aber offensichtlich sind wir doch auf dem richtigen Weg. Jetzt beginne ich zu schnuppern, ob und wo man sich tolle Kostüme selbst machen kann. An Ideen fehlt es jedenfalls nicht. Ich habe einen ganzen Koffer voller Bauchtanz-CDs. Da sind einige dabei, die konnte ich früher einfach noch nicht tanzen. Jetzt finde ich sie stark. Es ist wirklich noch genug zu entdecken.....
  • Also, soooooo lange ist meine Anfangszeit noch nicht her, aber Infos über Musik, Kostümhändler...hatten wir kaum. (Das Internet hat hier vieles einfacher gemacht). Die erste Show unseres Vereins machten wir nach ca.9 Monaten Unterricht mit. Als "Küken" hatten wir keinerlei Konkurrenzprobleme, auch nicht auf den folgenden Auftritten, wo man uns eher milde beobachtete *g* (inzwischen wird man genau unter die Lupe genommen). Keine Ahnung, ob Unterrichtsmöglichkeiten hinzugekommen sind, seit ich anfing, oder ob ich inzwischen einfach besser informiert bin. Musik kann man überall finden, man muss bloß wissen, wo :-)