Bauchtanz Tipps & Tricks
Raï
Raï, der nordafrikanische Blues, ist eine Musikrichtung,
die sich seit den vierziger Jahren in den Rotlichtbezirken der
algerischen Metropole Oran aus westlichen Spielweisen heraus entwickelte.
Raï-Songs leben von der Spannung des muslimischen Alltags
zwischen Begierde und Enthaltsamkeit. Sie sind untergründig
erotisch, rhythmisch fiebrig und setzen sich, durch verschleierte
Attacken, mit der Kultur und dem Erbe der islamischen Welt, freizügig
auseinander.
Als die moslemischen Fundamentalisten an die Macht strebten,
wurden Raï-Musiker von der Algerischen Islamischen Front,
unter anderem wegen dieser Frevel, reihenweise umgebracht und
verfolgt. Die Musiker flüchteten nach Europa, vor allem nach
Frankreich und exportierten den Raï in die Entertainment-Szene.
Die Texte werden auf arabisch, manchmal auch auf französisch
gesungen und sind bei den Auswander-Jugendlichen in Frankreich
sehr beliebt. Zu den Raï-Stars zählen Cheb Khaled (Aisha),
Cheb Kader und das Duo Cheb Sahraoui/Chaba Fadela.
Von
Aalyscha
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